Liebe Imkerkollegen und Elsener Bürger,
Sicherlich habt Ihr schon etwas von der invasiven asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) gehört. Im Norden von OWL ist sie angekommen, hier bei unseren Bienenvölkern ist sie ebenfalls gesehen worden. Dort, wo man jetzt im Herbst diese Hornissenart antrifft, werden im kommenden Jahr deren Königinnen auf Nestgründungs-Suche gehen; mit anderen Worten, wo jetzt eine Arbeiterin auf Futtersuche geht, sucht im kommenden Frühjahr die Königin einen Nistplatz. Daher ist es wichtig zu dokumentieren, wenn und wann ein Exemplar entdeckt wurde. Am besten ein Video/ Foto machen und uns zusenden. Die Meldestelle des LANUK wünscht zurzeit nur noch Meldungen von ganzen Nestern, nicht mehr von Einzeltieren, da sie überlastet sind.
Da im Winter (November - Februar) alle Arbeiterinnen absterben und „nur“ die Königinnen überwintern, haben wir in dieser Zeit eine nahezu Hornissenfreie Zeit. Dies gilt auch für sämtliche Wespenarten.
Nun ist die Zeit alles abzudichten, was zum Nistplatz werden könnte. Vor allem sind Rollladenkästen, Dachböden und Terrassennahe Nischen prädestiniert. Es gibt mittlerweile Bürstensysteme, die solche Nischen und Rollladendurchgänge gut abdichten, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Das erspart Ärger im Sommer.
Zu den Orten, an denen sich die Königinnen der asiatischen Hornisse gern einnisten, werde ich im Frühjahr hier und im Alfen-Web einen Flyer einstellen!
Die jungen Königinnen verlassen schon im Herbst Ihr Nest. Oft sind sie auf den Blüten von Efeu beobachtet worden, um sich zu stärken. Daher bitte dort besonders beobachten und melden. Von einzelnen Tieren geht keine besondere Gefahr aus!
Findet Ihr Hornissen, dann meldet uns das bitte mit Video/Foto zur Bestimmung. Dann können wir dort im Frühjahr Dochttöpfe aufstellen, um Königinnen zu finden.
Eure Mithilfe und Mitarbeit können dazu beitragen, Nester und dadurch erhebliche Gefahren in Eurer Umgebung zu vermeiden.
Es grüßt Euch euer
Klaus Fredebeul (
Fachberater Vespa Velutina

Einige Jahre ohne Honigbienen – und es gäbe kein heimisches frisches Obst mehr, einige tausend Baum-, Strauch- und Krautarten würden unfruchtbar bleiben und somit bis auf wenige – anderweitig bestäubte – Restexemplare aussterben. Unser Land sähe armselig und farblos aus! Zum Glück haben wir unsere Bienen noch und es gibt ganz in Ihrer Nähe Imker, die sich für die Belange der Natur, Umwelt und Bienenhaltung einsetzten: Imkerverein Alme-Lippe in Paderborn-Elsen.